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Kempten Ost

Vorbereitende Untersuchungen

Im Rahmen des Förderprogramms "Soziale Stadt" mit empirica ag

seit 2017

Die Stadt Kempten im Allgäu strebt eine Aufwertung des Bereichs zwischen Iller, Engelhaldepark und dem Bahnhof Kempten-Ost an. Das Ziel sind Maßnahmen zur Aufwertung von Straßen, Freiflächen und Gebäuden. Ebenso soll die Verbindung zur Altstadt und Iller attraktiver werden. Der Stadtrat Kemptens hat 2013 ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) beschlossen. Damit liegt der Stadt ein flexibles, informelles Planungsinstrument vor, das eine konzeptionelle Gesamtperspektive der Stadtentwicklung für die nächsten 10 bis 15 Jahre formuliert. Das ISEK bezieht sich auf das gesamte Stadtgebiet. Es enthält neben der Definition von Raumkategorien (Erhaltungsraum und Umstrukturierungsraum) bereits die Festlegung von Fokusgebieten. Im Untersuchungsraum Kempten-Ost liegen zwei Fokusgebiete (Fokusgebiet V – Östliche Illerseite und Fokusgebiet VII – Bühl/Lindenberg), im Norden gibt es ein weiteres Fokusgebiet (Fokusgebiet II – Konversionsgebiet Berliner Platz), für das derzeit eine Vorbereitende Untersuchung (VU) erarbeitet wird. Durch die Auswertungen im ISEK wird deutlich, dass sich die Sozialstruktur im entsprechenden Stadtteil in den Jahren zwischen 2006 und 2012 verändert hat. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung ist beispielsweise überdurchschnittlich gestiegen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen sollen im Rahmen der VU zudem die Ziele des Programms Soziale Stadt Berücksichtigung finden. Kempten hat bereits Erfahrung mit der Gebietskulisse in den Stadtteilen Thingers und Sankt Mang. Im Vordergrund des Programms stehen städtebauliche Investitionen im öffentlichen Wohnumfeld, in Grün- und Freiräume und der sozialen Infrastruktur (Lebensqualität). Die Evaluierung des Programms zeigte, dass Maßnahmen im Handlungsfeld „Wohnen, Wohnumfeld und öffentlicher Raum“ in der Regel das investive Fundament und die inhaltliche Klammer der Gesamtmaßnahmen bilden. Flankiert wird dieses Fundament durch begleitende Beteiligungsmaßnahmen und idealerweise durch parallel finanzierte sozialintegrative, arbeits-und bildungsbezogene Maßnahmen (Lebenschancen).