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Schweinfurt

Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) „Grünes Band“

Erarbeitung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts der Stadt Schweinfurt zum innerstädtischen Teilraum „Grünes Band“ im Rahmen des Bayerischen Städtebauförderprogramms.

2024–2025

Um die zukünftige Entwicklung der Stadt Schweinfurt strategisch koordinieren und weiterentwickeln zu können, wurde in Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Stadt das vorliegende Integrierte Stadtentwicklungskonzept mit dem Fokus auf den innerstädtischen Teilbereich des Grünen Bandes verfasst. Darin wird ein langfristiges Gesamtkonzept mit Leitbild und konkreten Maßnahmen formuliert, welches als Grundlage und Leitfaden für den städtebaulichen Umgestaltungsprozess der nächsten Jahre im Gebiet dienen kann. Ziel war eine fokussierende Betrachtung des Teilraumes »Grünes Band« insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes und der Klimaanpassung. Die Handlungsstrategie wird dabei sowohl in einem übergeordneten Leitbild und Rahmenplan als auch in einem Maßnahmenkatalog für die entsprechenden örtlichen Teilbereiche des Grünen Bandes formuliert.

Das Projekt »Grünes Band« basiert auf den bereits bestehenden städtischen Entwicklungskonzepten und führt deren Ziele auf übergeordneter Ebene weiter. Es handelt sich um ein integriertes und ganzheitlich ausgerichtetes Vorhaben, das sämtliche relevanten Handlungsfelder der Stadtentwicklung – wie Umwelt, Mobilität, Stadtgestaltung, soziale Infrastruktur und Wirtschaft – berücksichtigt. Ziel ist es, durch eine strategische Bündelung von Maßnahmen räumliche und funktionale Verbindungen innerhalb des Stadtgebiets zu schaffen und so die Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Attraktivität Schweinfurts langfristig zu stärken. Das »Grüne Band« versteht sich dabei nicht nur als gestalterisches Element, sondern auch als verbindende Idee für eine zukunftsfähige und lebenswerte Stadt.

Das Grüne Band verläuft auf einer Länge von ca. 3 km durch sehr unterschiedlich geprägte Stadträume innerhalb der Stadt Schweinfurt. Ausgehend von den offenen, weitläufigen Uferbereichen entlang des Mains tangiert es im weiteren Verlauf den südlichen und westlichen Innenstadtbereich mit seiner dichten Bebauung und folgt dem Verlauf der ehemaligen Wehranlagen. Es intergiert bereits bestehende, historische Grünanlagen, wie den Spitalseeplatz und führt entlang von untergeordneten Anliegerstraßen durch Stadterweiterungen der 1920er bis 1950er Jahre. Im weiteren Verlauf integriert es die ehemals militärisch genutzte Fläche »Ledward Barracks«, die heute mit öffentlichen Nutzungen, wie z. B. Teile der Hochschule und der Stadtverwaltung belegt ist. Am westlichen Ende der Stadt Schweinfurt soll in den nächsten Jahren ein so genanntes Klimaquartier entstehen, das über das grüne Band an die Innenstadt angebunden sein wird.

Folgende Ziele und Leitlinien wurden unter anderem formuliert: Anpassung an den Klimawandel: Schweinfurt entsiegelt Flächen, plant wassersensibel, schafft kühle Orte und schafft Neubepflanzungen mit klima- und standortangepassten Pflanzenarten. Klima schützen: Schweinfurt schafft Maßnahmen mit direkter und indirekter Wirkung für den Klimaschutz. Konversion gestalten: Schweinfurt integriert die Hauptgebiete der US-Streitkräfte in die künftige Stadtentwicklung und bindet Konversionsstandorte an umliegende Stadtteile an. Ergänzt werden die städtebaulichen Leitlinien durch einen Rahmenplan, in welchem die Entwicklungsräume und -achsen sowie die Fokusgebiete der jeweiligen Projekte räumlich verortet werden. Vorrangiges Ziel in der Erstellung des »Grünen Bandes« besteht in der Vernetzung verschiedener städtebaulichen Strukturen sowie in der Verbindung diverser Grün- und Freiräume. Über die teils neu geschaffenen, teils erhaltenen und aufgewerteten innerstädtischen Grünräume soll der Anschluss an die außerstädtischen Freiraumstrukturen im Nordwesten und Südosten gelingen.