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Teuschnitz

Realisierungswettbewerb »Neugestaltung der Stadtmitte Teuschnitz«

1. Preis, in Kooperation mit freiraumpioniere landschaftsarchitekten und Lichtraum3

2015–2016

Der Wettbewerbsbeitrag für das Verfahren »Neugestaltung der Stadtmitte Teuschnitz« wurde in Zusammenarbeit mit freiraumpioniere landschaftsarchitekten (Weimar) und Lichtraum3 (Weimar) angefertigt.

Ziel des Wettbwerb war zur Neuordnung des öffentlichen Raums der Stadtmitte in Teuschnitz sowie zur sichtbaren Umsetzung des Arnikastadt-Profils einen nichtoffenen Realisierungswettbewerb durchzuführen.

Auszug aus dem Erläuterungstext des Wettbewerbbeitrags

Prolog

Die Geschichte des über Jahrhunderte gewachsenen Zentrums soll fortgeschrieben wer- den. Wir als ‚Touristen‘, vor allem aber die Bürger Teuschnitzs, wünschen alltagstaug- liche Funktionen und reiche Erlebnisse beim Betreten, Verweilen und Durchqueren der Stadt. Hierfür haben wir das Augenmerk auf das Spannungsfeld von historischer Identität zu beschlossenem Entwicklungsziel Arnikastadt gelegt. Gewachsene Gefüge werden unter den Gesichtpunkten heutiger Nutzungsanforderungen neu interpretiert und ins Verhältnis gesetzt. Der Firniss vergangener Zeitschichten wird abgetragen und ein ganzheitliches Freiraumraumgefüge entwickelt, welches die Bedeutung der Innenstadt als geschichtsträchtigen, abwechslungsreichen und liebenswerten Stadtraum hervor hebt.

Italienisches Oberfranken

Sowohl die Lage als auch das gebaute Postkartenbild der Innenstadt sind beeindruckend. Ein auf Traditionen aufbauendes Versprechen von Kontinuität, welches dem Ort eine würdevolle Identität verleiht. Der Entwurf sieht sich dieser Entwicklungslinie verpflichtet und greift deshalb nur behutsam in die gewachsene Struktur ein. Im Vordergrund steht hierbei das Wechselspiel der bestehenden Freiräume

Die Zusammenhänge der prägenden Freiräume sollen erlebbar werden und dazu beitragen, dass die Stadt zu einem attraktiven Anziehungspunkt wird.

Ein neues Freiraumgelenk

Der zentrale Ort der Stadt wird durch das Einfügen eines neuen Gelenks weiter entwickelt. Basierend auf dem historischen Stadtgrundriss (vor dem Schlossbrand) wird der nörtdlichen Hauptstraße eine befestigte Fläche zur Seite gestellt, welche einen attraktiven und vielfältig nutzbaren Freiraum zwischen Markt und Stadtkirche, zwischen Hauptstraße und Schlossgarten aufspannt. Wege treffen hier zusammen, Teilräume greifen ineinander und nehmen hier ihren Anfang. Ein Ort an dem sich historische Identität mit urbaner Lebensqualität paart. Die neue Schlossterrasse.

Alte neue Stadtmitte

Der Marktplatz und die neue Schlossterrasse werden je als repräsentative Freiräume differenziert gestaltet und stehen doch über die gewählten Materialien, Raumbezüge und Ausgestaltungsdetails zueinander, Durch das Anheben der Schlossterrasse entsteht eine leichte Kante zum Schlossgarten. Ein bodengleiches Wasserspiel am Gelenkpunkt Markt, Schlossgarten und Schlossterrasse sorgt für eine nachhaltige Belebung des Stadtraums.